Gebrauchtwagenauktionen im Wandel der Zeit. Sind Online-Auktionen wirklich die Zukunft?

Die Digitalisierung hat auch im Auktionsgeschäft Einzug gehalten. Während einige den Event-Auktionen vergangener Zeiten etwas wehmütig nachsehen, freuen sich einige über die heutigen flexiblen und effizienten Online-Auktionen und preisen ihre Vorteile: Ortsunbabhängigkeit, höhere Gebote, größere Transparenz. Aber können Online-Auktionen wirklich halten, was sie versprechen? 

Bieten, Händeschütteln, mitnehmen - Auktionen vor 15 Jahren 


Waren Sie vor 15-20 Jahren einmal bei einer Autoauktion? Nein? Dann haben Sie vielleicht etwas verpasst. Denn damals waren Autoauktionen ein gesellschaftliches Ereignis. Ungefähr zweimal im Monat trafen sich bis zu 200 Händler vor Ort. Hände wurden geschüttelt, es wurde angestoßen und ein Catering war auch immer dabei. Die Fahrzeuge standen in der vorher vom Auktionator festgelegten Reihe bereit, der Katalog war vor der Auktion einsehbar. Jeder Händler konnte sich die Fahrzeuge in Ruhe anschauen und beurteilen, bevor sie eins nach dem anderen in die Auktionshalle fuhren. Geführt wurde die Auktion von einem Auktionator – ganz so wie man es vielleicht auch aus Filmen kennt: Geboten wurde mit Handzeichen oder Schild, der Höchstbietende bekam den Zuschlag und konnte bar bezahlen und das Auto gleich mitnehmen.

Aufseiten der Auktionatoren ging das große Event mit einigem Aufwand einher. Alles musste an einem bestimmten Tag organisiert werden, für das leibliche Wohl der Händler gesorgt werden und noch Tage nach der Auktion war man mit der Ausgabe der Fahrzeuge und mit der Annahme neuer Fahrzeuge beschäftigt, die alle irgendwo untergebracht werden mussten. Ob alle Fahrzeuge rechtzeitig angeliefert wurden und ob auch all die Daten zu diesen Fahrzeugen stimmten, war nicht immer gewiss. 


Autoauktionen heute: jederzeit, hocheffizient und digital 

 

Die Digitalisierung hat auch vor Autoauktionen nicht Halt gemacht. Die meisten Autoauktionen finden heute nur noch online statt. Fast jederzeit und überall können heute Fahrzeuge ver- und ersteigert werden. 

Auch der Wettbewerb sieht heute anders aus, während vor 15 Jahren nur zwei große Auktionsbörsen für Gebrauchtwagenversteigerungen tätig waren, gibt es heute viele Auktionsbörsen am Markt. 

Gebrauchtwagenauktionen finden heute viel öfter statt. Durch den stärkeren Wettbewerb lassen sich für Händler viel bessere Ergebnisse erzielen. Zum Beispiel auch durch Angebote wie 2trde, wo mithilfe einer Software ein Fahrzeug gleich auf mehreren Auktionsplattformen angeboten werden kann. So entstehen mehr Transparenz und höhere Erlöse - ein Prozess der bei physischen Auktionen nicht möglich gewesen wäre. Aufkäufer ersteigern die Fahrzeuge bequem aus dem Büro oder Home-Office. Auch das sorgt für weniger Zeitaufwand und größere Effizienz – gleichzeitig können so auch mehr Auktionen getätigt werden, denn Online-Auktionen sind nicht beschränkt auf Vor-Ort Anwesenheit und erweitern den lokalen Markt.  

Gleichzeitig werden Daten immer wichtiger: Denn wenn Käufer das Auto nicht mehr vor der Auktion begutachten können, muss auf die Richtigkeit der gemachten Angaben vertraut werden. Auch ein höherer logistischer Aufwand geht damit einher: Wenn Die ersteigerten Fahrzeuge nicht vom Platz gefahren werden können, müssen sie auf anderem Wege logistisch zu ihrem neuen Eigentümer gebracht werden. 


Autoauktionen besser vor Ort oder Online?


Jeder mag seine persönlichen Präferenzen haben, wir haben uns dieser spannenden Frage einmal mit einem wissenschaftlichen Ansatz genährt. 

In einem unserer vergangenen Beiträge haben wir uns bereits mit Auktionstheorie beschäftigt und festgestellt, dass es sich bei den hier besprochenen Gebrauchtwagenauktionen um englische Auktionen handelt und das der Alfred Nobel Gedächtnispreis 2021 an die beiden Stanford Forscher Paul Milgrom und Robert Wilson und ihren Beitrag zur Auktionstheorie ging. 

Einer der Kernpunkte der Theorie zeigt, dass sich Märkte häufig nicht selbst organisieren, um zu funktionieren, bedürfen Sie institutionellen Rahmenbedingungen. Eine dieser Bedingungen ist der freie Fluss und die Aggregation von Informationen. Die Wertschätzung der Bietenden für ein Objekt einer Auktion ist oft abhängig voneinander – vor allem durch mangelnde Information. Man würde meinen Bietenden stiegen aus, wenn der aufgerufene Preis die eigene Wertschätzung für ein Objekt übersteigt, unabhängig vom Verhalten und der Schätzung der anderen Bieter.

Diese Logik fasst aber im Alltag oft zu kurz, vor allem dann, wenn die auktionierten Objekte zur weiteren Wertschöpfung genutzt werden sollen – wie es zum Beispiel bei Gebrauchtwagenauktionen der Fall ist. Gleich zwei Aspekte der Auktionstheorie von Milgrom und Wilson lassen sich hier nachweisen. 


Gebote sind nicht unabhängig voneinander

Bei einer Gebrauchtwagenauktion ist davon auszugehen, das Käufer nicht unabhängig voneinander agieren. Denn Käufer sind sich über den Wert eines Objekts nicht 100% sicher, deswegen sind sie auch unsicher wie hoch ihr Gebot ausfallen sollte. Bei unzureichenden Informationen über ein Objekt wird dieser Fakt noch verstärkt. 

Wenn Ihr Höchstgebot durch einen Händler übertroffen wird, stellt sich Ihnen sicherlich die Frage, warum ein anderer Händler bereit ist mehr zu zahlen. Hat der andere Händler mehr Informationen oder kommt er zu einem anderen Schluss? Vielleicht ist ein vorhandener Schaden günstiger zu reparieren oder eine Ausstattung doch hochwertiger als gedacht?

Während bei einer herkömmlichen physischen Auktion diese Fragen häufig unbeantwortet bleiben, weil nur wenige Gebote zum Vergleichen vorhanden sind ist das bei einer Online-Auktion via 2trde anders. 

2trde vereint möglichst viele Gebote aus bis zu 6 Auktionsbörsen, so bieten wir auch einen breiten Einblick in das Gebotsverhalten anderer und breitere Informationen. Bieter können aus den geboten anderer lernen und das eigene Bietverhalten gegebenenfalls anpassen. Je mehr Gebote eingehen, desto höher sind die Auktionserlöse. Das zeigt nicht nur die Auktionstheorie, sondern auch die Praxis. 


Mehr Informationen führen zu höheren Geboten


Eine weitere theoretische Betrachtung von Milgrom und Wilson belegt, dass mehr Informationen auch zu höheren Geboten führen. Je mehr Daten und Informationen der Käufer preisgibt, desto weniger können falsche Annahmen getroffen werden und desto vertrauenswürdiger wirkt das Angebot - so werden zu niedrige Gebote verhindert. 

Das Suchen und Zusammenstellen dieser Informationen kann recht aufwendig sein. 2trde hilft bei der Aufnahme der Fahrzeuge und bereitet die Daten mit einer Künstlichen Intelligenz auf. So werden Ausstattungsmerkmale und Features der Fahrzeuge automatisch erkannt und in die Plattform geladen. Alle wichtigen Daten des Fahrzeuges stehen sofort bereit. Hervorragende Voraussetzungen für eine Auktion mit hohen Geboten. 


Fazit: 


Physische Fahrzeugauktionen hatten ihren Charme. Doch die Vorteile der Online Auktion überwiegen: Sie sind unabhängiger, zeitsparender, effizienter und führen zu höheren Geboten: Das ist sogar wissenschaftlich bewiesen. 

Sie wollen auch von den Vorteilen von 2trde als Auktionsplattform profitieren? Melden Sie sich bei uns! 


Maik Hentschel
Inside Sales Manager

Maik bringt geballte Kfz- und Auktionsexpertise mit. Er ist gelernter Kfz-Mechaniker, Kfz-Service-Techniker, Kfz-Techniker-Meister und Kfz-Sachverständiger für Schäden und Bewertungen.

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